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Blog Carsten Brzeski

Chart of the Week

Wie schnell kommt die Zukunft?
Die Autowoche ist eingeläutet. Pressevertreter, Fachbesucher und Autointeressierte können bis zum 24. September in Frankfurt auf der IAA, der eigentlich wichtigsten Automobilmesse der Welt, die neuesten Modelle, Innovationen und Produkte beschauen. Eigentlich. Denn dieses Mal ist die Liste der Aussteller kürzer als erwartet. Mit Fiat, Peugeot, Nissan, Volvo und Tesla haben gleich fünf große Hersteller abgesagt, die Hersteller der Nobelautos Aston Martin und Rolls-Royce kommen auch nicht.

Dabei steht die Messe ganz im Zeichen von Zukunftstrends und der Mobilität von morgen. Ob autonomes Fahren, vernetzte Autos oder urbane Mobilitätslösungen gepaart mit alternativen Antrieben – in den Hallen spielen sich die möglichen Zukunftsszenarien bereits ab.

Doch auf der Straße sieht die Realität dann doch noch ganz anders aus, wie unser Chart der Woche zeigt. So sieht der Anteil alternativer Antriebe an den Neuzulassungen, bis auf wenige Ausnahmen, immer noch ganz schön mau aus. Während sich Diesel- und Benzinantrieb in etwa die Waage in Westeuropa halten, liegt der Anteil alternativer Antriebe unter 5%. Benzin und auch Diesel sind auf diesem Kontinent einfach nach wie vor am beliebtesten. Reichweitenangst, Ladeinfrastruktur und Anschaffungskosten sprechen nach wie vor für die klassischen Antriebe.

 

 

Doch die Alternativantriebe sind auf dem Vormarsch. Denn im ersten Halbjahr konnten sie allein in Deutschland zwei-bis dreistellige Zuwachsraten bei den Neuzulassungen verzeichnen, während die Neuzulassungen von Dieselfahrzeugen im gleichen Zeitraum um 9,1% zurückgingen.

Und dass die IAA ein deutliches Zeichen in Richtung Zukunft setzt, lässt sich auch an einem anderen Punkt festmachen: die zahlreichen anwesenden IT-Anbieter können sich schon jetzt voll und ganz austoben, egal ob in einem Auto mit Diesel-, Benzin-, oder Elektroantrieb.