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Mit Blockchain die Zukunft des Bankings gestalten

Wie kann die Digitalisierung dazu beitragen, Banking noch einfacher, effizienter und schneller zu machen? Die ING geht mit mehreren Projekten voran und engagiert sich in einem globalen Innovationsnetzwerk.

Handelsfinanzierung goes digital

Im November 2018 haben die ING und die HSBC ihren zweiten Blockchain-Pilotversuch mit Voltron durchgeführt. Die Blockchain-basierte Plattform Voltron gestaltet den Dokumentenaustausch im Rahmen von Handelsfinanzierungen digital und effizienter.

Für eine Transaktion von Tricon Energy, die eine Polymerlieferung von Indien nach Peru umfasste, wurde der revisionssichere Dokumentenaustausch mithilfe der Blockchain-basierten Technologie innerhalb eines Tages abgeschlossen. Verglichen mit den sieben bis zehn Tagen, die ein papierbasierter Prozess benötigt, ist dies ein echter Meilenstein für die Durchführung von Handelsfinanzierungen.

Die vollständige Inbetriebnahme der Plattform für künftige Handelsfinanzierungen wird allerdings mindestens ein weiteres Jahr dauern, so Chris Sunderman, Leiter der Blockchain-Initiative für Trade Finance Services bei der ING. Aktuell arbeitet die ING mit mehreren Banken daran, die Plattform durch Kundenfeedback weiter zu verbessern.

Blockchain erhöht die Sicherheit

Auch in der Finanzierung von Handelswaren arbeitet die ING an innovativen Lösungen. Um den voll digitalisierten Datenaustausch noch schneller voranzutreiben, haben die ING und 14 weitere Banken und Unternehmen im September 2018 die Blockchain-Handelsplattform komgo SA gegründet. Das Unternehmen soll auf Basis von Blockchain-Technologien den Know-your-Customer-Prozess und den Austausch von digitalen Akkreditiven vereinfachen und beschleunigen.

Neben der Effizienzsteigerung – die Zeit für die Verarbeitung von Dokumenten und Daten kann um etwa das Fünffache reduziert werden – erhöht der Einsatz der Blockchain-Technologie in der Handelsfinanzierung die digitale Sicherheit. Ein großer Vorteil von Blockchain ist hierbei die Unveränderlichkeit: Sobald sich Informationen einmal in der Blockchain befinden, können sie nicht mehr geändert werden. Dies macht Datenbanken und Online-Prozesse weniger anfällig für Cyberattacken und erhöht die Sicherheit für unsere Kunden.

ING als Vorreiter

Diese innovativen Lösungen wurden gemeinsam mit anderen Banken entwickelt, die alle Teil des R3-Konsortiums sind. Das Konsortium besteht aus 80 internationalen Kooperationspartnern, die mögliche regulatorische und rechtliche Auswirkungen der Blockchain-Technologie untersuchen und Prototypen für die Finanzmärkte, zum Beispiel für Zinsswaps und Commercial Papers, entwickeln wollen. Die ING ist bereits seit 2015 Teil des Konsortiums und unterstützt die Arbeit nicht nur finanziell, sondern bringt sich auch aktiv in die Entwicklung von neuen technischen Lösungen ein. Wir verstehen uns daher als Vorreiter und verfolgen das Ziel, die Bausteine der künftigen Finanzdienstleistungsinfrastruktur maßgeblich mitzugestalten.