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Wie sich die Blockchain-Technologie sinnvoll nutzen lässt

Als vor wenigen Jahren eine Internet-Währung namens Bitcoin auftauchte, wurde das virtuelle Geld noch sehr skeptisch beäugt. Doch das Verfahren dahinter, die Blockchain, hat das Potenzial, die Geschäfts- und Bankenwelt komplett zu verändern. Wir zeigen Ihnen, wie sich die Technologie von morgen sinnvoll nutzen lässt.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Blockchains können das Bankgeschäft in absehbarer Zeit revolutionieren. Marktreife Anwendungen für die kommerzielle Nutzung im Bankbetrieb lassen sich zwar nicht so schnell finden und umsetzen, wie zunächst erhofft, doch aktuell wird an möglichen Wegen gearbeitet, um die Blockchain-Technologie langfristig ins Tagesgeschäft zu integrieren.

Wir haben frühzeitig begonnen, das Potenzial der Blockchain-Technologie zu untersuchen: angefangen beim internationalen Zahlungsverkehr und der Identifizierung über das eID-Verfahren bis hin zur Kontenabstimmung, dem Clearing und Settlement. Doch auch bei automatisierten Verträgen, sogenannten Smart Contracts, sehen wir Chancen. Im Rahmen des R3-Konsortiums haben wir erst kürzlich zwei wegweisende Prototypen für Smart Contracts entwickelt, um Fremdwährungsforderungen und Akkreditivkredite zu verarbeiten.

Smart Contracts – schneller, billiger, einfacher

Diese automatisierten Transaktionen sind billiger, schneller und vor allem einfacher. Nicht nur weil sie manuelle Übergaben bei Finanztransaktionen überflüssig machen, sondern weil sie Verhandlungen minimieren. Doch das Potenzial von Smart Contracts bleibt keineswegs auf traditionelle Handelsfinanzierungen beschränkt. So können langfristig auch Escrow-Konten von der neuen Technologie profitieren.

Die eigentliche Frage lautet also nicht, ob die Blockchain-Technologie praktische Anwendungsgebiete in der Finanzbranche findet, sondern wann und wie wir sie für unsere Kunden nutzen können.

Zusammenarbeit ist entscheidend

Die Vorteile der Blockchain-Technologie lassen sich nur durch Standardisierung und Massenadaption verwirklichen. Dies erfordert jedoch eine größere Zusammenarbeit zwischen Finanzinstituten über Foren wie das R3-Konsortium, um sicherzustellen, dass die Vielzahl an Blockchains, die derzeit entwickelt werden, miteinander interagieren können.

Je mehr Banken mit anderen Branchen an Mainstream-Lösungen für Blockchains arbeiten, desto schneller wird sich diese Technologie am Ende auch durchsetzen.

Erfolg nur eine Frage der Zeit

CFOs und Treasurer sind im besonderen Maße an schnellen Einblicken in Geschäftsprozesse sowie Prozessoptimierungen interessiert. Für sie dürfte die Technologie in den nächsten 12 bis 24 Monaten besonders an Bedeutung gewinnen.

Die Blockchain-Technologie wird sicher nicht wieder genauso schnell verschwinden wie die „Allheilmittel“ vergangener Jahre. Da ihre Vorteile immer deutlicher hervortreten, ist ihr Durchbruch nur eine Frage der Zeit.

 

Weiterführende Informationen:

Banking on blockchain

Das vom Researchunternehmen Finextra herausgebrachte White Paper „Banking on blockchain“ untersucht den aktuellen Stand der Blockchains im Finanzdienstleistungssektor und zeigt, welche Chancen die neue Technologie im Bankensektor bietet.