Studie: Analyse der Marktreife der EU-Taxonomie-Prüfkriterien für Gebäude

mit ING Wholesale Banking

Studie: Analyse der Marktreife der EU-Taxonomie-Prüfkriterien für Gebäude

Nachhaltigkeit beschäftigt den Immobiliensektor schon lange. Trotzdem steht der Sektor immer noch für rund 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und der globalen Treibhausgasemissionen. Um das Ziel einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu erreichen, ist es also besonders wichtig, die Bemühungen in dem Sektor zu verstärken und ökologische Faktoren und Risiken in finanzielle Entscheidungsprozesse wie der Finanzierung mit einzubeziehen.

2018 hat die Europäische Union deshalb mit dem Sustainable Finance Action Plan die Idee einer einheitlichen europäischen Definition von nachhaltigen unternehmerischen Aktivitäten und Anlageprodukten – der sogenannten EU-Taxonomie – verabschiedet. 2020 hat die zuständige EU-Expertengruppe für Sustainable Finance Taxonomie-Prüfkriterien für den Immobiliensektor in vier Bereichen vorgelegt: Neubau, Gebäudesanierungen, individuelle Maßnahmen und Kauf und Bestand.

Im Juli 2020 haben der Green Building Council España (GBCe), die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), der Danish Green Building Council (DK-GBC) und die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft(ÖGNI) eine Studie initiiert, die die Marktreife der vorgeschlagenen Taxonomie-Prüfkriterien für den Immobiliensektor evaluieren will. 23 weitere Finanzmarktteilnehmen haben als Studienpartner ihre Expertise und ihr Markt-Know-how eingebracht und die Prüfkriterien an insgesamt 62 Gebäuden angewendet. Die Studie verfolgt drei Ziele:

  1. Evaluierung, ob die Prüfkriterien für die beabsichtigten Umweltauswirkungen der Taxonomie geeignet sind, sowie eine Identifikation aller Kosten und Vorteile bei der Implementierung von damit verbundenen Prozessen für die Europäische Kommission und die Marktteilnehmer
  2. Überprüfung der Datenqualität
  3. Optimierung des Datenerhebungsprozesses in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte

„Immobilienfinanzierer können hier wirklich einen Unterschied machen und die Transformation zu einem kohlenstoffarmen Immobiliensektor beschleunigen. Die Studie hat vor allem gezeigt, dass wir abgestimmte und akzeptierte Benchmarks unter allen Marktteilnehmern und einen einfachen Zugang zu Daten brauchen, um den Finanzierungsprozess in eine nachhaltige Richtung zu lenken und Green Washing zu vermeiden“, sagt Alexander Piur, Head of Sustainability and Innovation bei ING Wholesale Banking Real Estate Finance, der im Fachbeirat die Studie begleitet hat.

Die gesamte Studie lesen Sie hier.