Wie Nachhaltigkeit den Immobiliensektor verändert

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Wie Nachhaltigkeit den Immobiliensektor verändert

Kaum ein Themabeschäftigt den Immobiliensektor so sehr wie Nachhaltigkeit. Und das mit gutem Grund: dem Umweltbundesamt zufolge entfallen auf Gebäude in Deutschland rund 35 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs und 30 Prozent der CO2-Emissionen.[1] Es lohnt sich also besonders, an Stellschrauben in diesem Sektor zu drehen, um die Umwelt effektiver zu schützen.

Grüne Immobilien

Aber was macht eigentlich eine nachhaltige Immobilie aus? Aus ökologischer Sicht sollte vor allem der Ressourceneinsatz für den Bau und den Betrieb einer Immobilie effizient und schonend sein. Dazu wird beispielsweise ein niedriger Energie- und Wasserverbrauch angestrebt oder der Einsatz von regenerativen Energien bevorzugt. Auch die Materialien, die zum Bau eingesetzt werden und der entstandene Müll bzw. dessen Recyclingquote spielen eine wichtige Rolle.

Zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Nachhaltigkeit zählen allerdings auch soziokulturelle und ökonomische Aspekte. Soziokulturelle Faktoren von Stadtquartieren sind beispielsweise die infrastrukturelle Anbindung, die Vielseitigkeit im Freizeit-, Bildungs-, und Versorgungsangebot sowie eine Durchmischung der Alters- und Sozialstruktur. Wichtige ökonomische Aspekte einer Immobilie können die Wertentwicklung, Mietsteigerungen oder technische Faktoren wie die Flächeneffizienz oder Nutzungsflexibilität sein.[2]

Um die Einhaltung dieser Nachhaltigkeitskriterien zu gewährleisten, gibt es verschiedene Zertifizierungssysteme. Bekannte und international anerkannte Zertifikate sind z.B. das amerikanische LEED-Zertifikat (Leadership in Energy and Environmental Design) oder das Zertifizierungssystem der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Die Zertifizierungen unterscheiden sich zwar in Methodik und Gewichtung einzelner Faktoren, haben aber alle als gemeinsames Ziel, eine nachhaltige Bauweise messbar, transparent und vergleichbar zu machen.

Kooperation für mehr Nachhaltigkeit

Ein erfolgreiches Beispiel für eine nachhaltig zertifizierte Immobilie ist das Münchener Kontorhaus. Es wurde von CA Immo, einem langjährigen ING-Kunden, schon im Jahr 2015 fertiggestellt und in den Bestand übernommen. Das moderne Bürogebäude mit rund 25.000 m² Fläche wurde mit der „Gold“-Zertifizierung der DGNB für seine nachhaltige Ausstattung ausgezeichnet. Für die Raumtemperierung wird beispielsweise Grundwasser genutzt und eine mechanische Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt für einen geringeren Energiebedarf. Durch die zentrale Lage in der Nähe des Münchener Hauptbahnhofs ist das Kontorhaus zudem auch gut an das Verkehrsnetz angebunden. Langfristiger Hauptmieter ist derzeit das internationale Technologieunternehmen Google.   

Um Projekte wie das Kontorhaus zu realisieren, ist häufig eine enge Zusammenarbeit zwischen Banken und Immobilienunternehmen notwendig. So hat die ING der CA Immo für die Investitionsfinanzierung des Kontorhauses ein langfristiges Darlehen über 85 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die energieeffiziente und nachhaltige Büroneuentwicklung der CA Immo hat dabei gut zur Strategie der ING gepasst, Kunden bei der Finanzierung von nachhaltigen Geschäftsmodellen zu unterstützen und sie auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft zu begleiten.