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Dürr platziert mit der ING den ersten nachhaltigkeitsorientierten Schuldschein

Frankfurt am Main, 19. Juni 2019 – Am 18. Juni hat der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr AG ein Sustainability-Schuldscheindarlehen über 200 Mio. Euro platziert. Dabei ist die Verzinsung an das Nachhaltigkeitsrating des Konzerns gekoppelt. Die Transaktion wurde von der ING und der LBBW arrangiert und strukturiert. Teile des Schuldscheindarlehens wurden über eine Digitalplattform gezeichnet. Bei der Auswahl der Nachhaltigkeitsratingagentur wurde Dürr von der ING beraten.

„Mit diesem Sustainability Schuldschein ist der Dürr AG der Einstieg in den Bereich der nachhaltigen Finanzierung erfolgreich geglückt,“ sagt Klaus Pahle, Head of Schuldscheindesk der ING in Deutschland. „Ich bin davon überzeugt, dass diese Transaktion für viele andere Unternehmen wegweisend sein wird.“

Dürr ist weltweit das erste Unternehmen, das diese Form der nachhaltigkeitsorientierten Finanzierung bei einem Schuldscheindarlehen einsetzt. Bisher wurde sie nur vereinzelt bei Krediten genutzt. Der durchschnittliche Zinssatz für das mehrfach überzeichnete Schuldscheindarlehen beträgt 0,84 %, damit finanziert sich der Konzern günstiger als zuvor. Das Gesamtvolumen von 200 Mio. Euro wird der Dürr AG im Juli zufließen und verteilt sich auf Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sechs, acht und zehn Jahren. Der Erlös stärkt die Liquidität und wird für die langfristige Unternehmensfinanzierung eingesetzt. Zudem dient das Schuldscheindarlehen als frühzeitige Anschlussfinanzierung für die im Jahr 2021 auslaufende Unternehmensanleihe über 300 Mio. Euro mit einem Kupon von 2,9 %.

Mit dem Sustainability-Ansatz wurden gezielt Investoren angesprochen, die sowohl auf ökonomische Performance als auch auf nachhaltiges Wirtschaften Wert legen. Dabei sinkt oder steigt der Zinssatz, je nachdem ob sich das Nachhaltigkeitsrating des Konzerns verbessert oder verschlechtert. In das von der Agentur EcoVadis erstellte Rating fließen Ökologiekennzahlen wie zum Beispiel CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch ein. Auch Aspekte wie faire Arbeitsbeziehungen und Bedingungen bei Lieferanten werden berücksichtigt.

Angesichts des starken Interesses von Banken aus dem In- und Ausland war das Orderbuch mehrfach überzeichnet.

 

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