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ING Terra-Report zur Erreichung der Pariser Klima-Ziele: Weitere Sektoren veranlassen Anpassung des Kreditportfolios

Frankfurt am Main, 08. Oktober 2020 – Die ING hat ihren zweiten Fortschrittsbericht zur Erreichung der Pariser Klimaziele veröffentlicht. Mit dem Terra-Ansatz richtet die ING ihr Kreditportfolio in Höhe von insgesamt 600 Milliarden Euro an dem Zwei-Grad-Klimaziel des Pariser Abkommens aus.

„Mit Terra will die ING dem Klimawandel entgegenwirken“, sagt ING CEO Steven van Rijswijk. „Unser Ansatz ist integrativ und kooperativ. Das bedeutet, dass wir eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten, um ihnen den Übergang zu kohlenstoffarmen Technologien zu erleichtern. Außerdem haben wir – gemeinsam mit anderen Banken und Experten – einen Standard definiert, mit dem Ziel, als Finanzsektor die größtmögliche Wirkung zu erzielen.“

Der Terra-Bericht informiert über die Ziele und Fortschritte der ING bei der Ausrichtung an das Zwei-Grad-Klimaziel von Paris und beschreibt den Weg der ING, dem Klimawandel zu begegnen. Außerdem zeigt er auf, welche Anpassungen des Kreditportfolios vorgenommen wurden, und zwar in den Sektoren, die am stärksten für den Klimawandel verantwortlich sind:  Energieerzeugung, Fossile Brennstoffe, Schifffahrt, Zement- und Stahlindustrie, Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Automobil- und Luftfahrt-Branche. Welche dieser Industrien bereits auf dem richtigen Weg sind und wo noch Veränderungen anstehen, wird in einem Climate Alignment Dashboard (CAD) dargestellt.

Darüber hinaus werden im Terra-Report die Ziele für die Kreditportfolio-Anpassung der genannten Sektoren vorgestellt: Die ING unterstützt Unternehmen dabei, ihre Investitionen stärker auf kohlenstoffarme Technologien zu verlagern, indem sie die eigene Kapital-Allokation stärker auf kohlenstoffarme Technologien ausrichtet. Dazu gehört auch, dass die ING mehr in Erneuerbare Energien investiert und ihr Engagement in den Sektoren verringert, die durch das Verfehlen der Pariser Klimaziele einen Produktionsrückgang verzeichnen werden. Dazu zählen Unternehmen, die beispielsweise in der Kohle-, Öl- oder Gasförderung aktiv sind.

Auswirkungen auf die Öl- und Gasindustrie

Zum ersten Mal in diesem Jahr berücksichtigt der Terra-Report auch die Öl- und Gas-Industrie. Das Ziel der ING ist es, bis 2040 die Finanzierungen in diesem Bereich um 19 Prozent zu reduzieren (im Vergleich zu 2019). Die ING erreicht dieses Ziel, indem sie ihr Kreditvolumen reduziert und mit den kreditnehmenden Unternehmen gemeinsam an der Umstellung hin zu kohlestoffarmen Technologien arbeitet. Das bedeutet beispielsweise einen stärkeren Rückgang bei der Finanzierung von Unternehmen in der Ölindustrie. Allerdings wird die Finanzierung von gasfördernden Unternehmen zunächst kurzfristig ansteigen, da Gas die Alternative zu Öl darstellt. Die Auswirkungen in diesem Sektor werden erst zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar. Darüber hinaus wird die ING die Kreditvergabe so steuern, dass sie vermehrt Unternehmen finanziert, die niedrige Emissionswerte verzeichnen. Gemäß dem in Paris vereinbarten Ziel speziell für den Öl- und Gas-Sektor, stehen die Bemühungen der ING im Einklang mit dem IEA Sustainable Development Scenario (SDS), das darauf abzielt, Zugang zu Erneuerbaren Energien zu schaffen und so für saubere Luft zu sorgen. Wenn die Umstellung einen noch schnelleren Rückgang der Öl- und Gasproduktion erfordert, so wird dieses Szenario auch die Richtung vorgeben, die die ING gemeinsam mit ihren Kunden einschlagen wird.

Der Terra-Ansatz

Gemeinsam mit der „2˚ Investing Initiative“ und anderen Banken, hat die ING den sektorspezifischen Ansatz von Terra entwickelt. Die Sektorenausrichtung und die darauf aufbauende Methode zur Anpassung des Kreditportfolios an die Pariser Klimaziele ist auch anderen Banken zugänglich und von ihnen anwendbar. Die ING ist davon überzeugt, dass ein branchenweiter Standard für mehr Transparenz in der Finanzindustrie sorgt und die Bekämpfung des Klimawandels effektiver vorantreibt.

 

Der Terra Progress-Report zum Download.

 

Medienkontakt ING Deutschland

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