Corona Update

Wohin führt uns das Coronavirus?

Quo vadis Corona?

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf sämtliche Lebensbereiche stellen bisher einen der größten Einschnitte des 21. Jahrhunderts dar. Allerdings sorgt sie auch für die Beschleunigung von bereits bestehenden Trends. Regierungen, Unternehmen und Verbraucher haben sich mit neuen Technologien und Arbeitsweisen auseinandergesetzt, während sich die Situation für angeschlagene Sektoren und Unternehmen weiter verschlimmerte. Wohin führt uns diese erhöhte Dynamik?  

COVID-19: Beschleuniger von strukturellen Veränderungen

„Die Finanzkrise von 2008 traf vor allem den verarbeitenden Sektor, aber es besteht jetzt ein hohes Risiko über alle Sektoren hinweg", sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt für die Eurozone und Global Head of Macro bei der ING. Es drohen Arbeitsplatzverluste in unterschiedlichsten Branchen, denn nur wenige Sektoren sind immun gegen die Pandemie. Die strukturellen Veränderungen, die sich bereits vor Corona angekündigt haben, werden jetzt durch das Virus weiter beschleunigt. Die zunehmende Digitalisierung und globale Debatten über soziale Gerechtigkeit in Zeiten der Pandemie können allerdings dazu beitragen, dass die Verlierer des Wandels nicht zurückgelassen werden und sich Branchen künftig krisenfester aufstellen können.

Positive Entwicklungen

Aber auch positive Veränderungen gehen als Folge aus der Pandemie hervor, denn auch die digitale Transformation schreitet schneller voran. Daraus resultierende bessere Technologien und neue Arbeitsweisen ermöglichen die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen. Fortschritte in der Digitalisierung waren bereits in der Vergangenheit ein erster Anreiz für Unternehmen ihre Wertschöpfungskette zu überdenken und Fertigungsketten näher an den eigenen Standort zu legen. Die Corona-bedingten weltweiten Lieferkettenstörungen haben dazu geführt, dass Unternehmen immer häufiger eine Rückverlagerung der Produktion in das Heimatland erwägen.

Aber Carsten Brzeski erwartet keine „vollständig ent-globalisierte Welt". Er stimmt zu, dass die globalen Lieferketten bereits Druck durch den Brexit, die steigenden Spannungen zwischen China und den USA und jetzt durch Covid-19 zu spüren bekamen: "Aber das ändert nichts an der Situation", sagt er. „Es ist einfach zu teuer, globale Lieferketten kurzfristig zu verändern.“

Wird Corona zum Beschleuniger für mehr Nachhaltigkeit?

Die Corona-Krise hat die Sichtweise auf vieles geändert und es hat sich gezeigt, dass nachhaltigere Unternehmen besser durch die Krise kommen. “Zunächst lag der Fokus unserer Kunden darauf, das Überleben und die Lieferketten zu sichern – eine kurzfristige, aber logische Sichtweise ", sagt Marco Schoneveld, Manager Trade Finance Services Corporate Sales sowie Sustainability Representative bei ING. "Aber wenn wir uns von dieser schrecklichen Pandemie erholen, wollen wir dann wirklich nur die alte lineare Wirtschaft wiederherstellen? Wir glauben, dass die Kreislaufwirtschaft in der Erholungsphase eine wichtige Rolle spielen sollte".

Im Mai 2020 startete die Europäische Kommission ihren Plan zur Unterstützung der angeschlagenen EU-Wirtschaft, der die Kreislaufwirtschaft, Strategien zur Eindämmung des Klimawandels und die wirtschaftliche Erholung miteinander verknüpft. Schließlich könnten kriselnde Industrien von der Finanzierung neuer Technologien und Geschäftsmodelle profitieren, die die Produktlebensdauer verlängern und Ressourcen schonen. Die Unternehmen könnten dadurch rentabler und krisenfester werden sowie langfristig wachsen.

Die Corona-Pandemie wirkt daher für Unternehmen und die Gesellschaft weniger grundlegend verändernd, als beschleunigend. Die Fahrtrichtung hat sich nicht geändert – wir fahren nur viel schneller. Investoren sollten diese Chance ergreifen und in eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft investieren.  

 

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